Ein Rollerwochenende im Harz, (5.-7.6.2015)

(Führung: Georg)

... so stellte Georg es sich vor, sollte vom 5.6. - 7.6. stattfinden. Heinz, Dirk, Wolfgang, Dieter, Jens, Sönke und Lars (hinter der Kamera) waren seinem Ruf gefolgt und wollten fleißig mitrollern.

Das zuversichtliche Rollerteam beim Start

Tag 1

Los ging es ganz klassisch an der Classic um 9h in Apensen. 270km liegen heute vor uns. Ob wir das schaffen? Wir fuhren durch Sittensen, Richtung Rotenburg und dann nach Soltau. Zwischendurch gab's Pausen zur Gesäßlüftung.

Rollerblockade auf dem Seitenstreifen, keiner kommt mehr durch

Weiter ging es auf der B3 durch Bergen und Celle und bei Braunschweig auf die Autobahn. Geplanter Stop auf der Schlangenfarm Schladen gegen 13:30h. Es war jetzt schon ziemlich warm, dies sollte sich über die Tage so halten.

Diskussionen über Politik, Wirtschaft und Bildungswesen am Esstisch

Zum Mittag gab es Schnitzel oder sauren Sauerbraten. Unsere Sitzecke war durch Bepflanzung etwas geschützt, Wolfgang nahm die Abkürzung durch die Hecke, was der Kellnerin leicht missfiel. Sönke wurde auch ermahnt. Der Mensch ist eben faul, und der Weg durch die Hecke kürzer. Nachdem das Essen gemundet hatte, brach Wolfgang erneut die Regeln, konnte sich nicht benehmen und stieg wieder durch den Busch, aber er war ja nicht der Einzige…

Nun wollten wir die Schlangen sehen, aber die 8€ Eintritt und eine 3/4h Wartezeit hielten uns nach Abstimmung dann doch davon ab.

Vor der Abfahrt wurde Dieters Roller mit dem neusten Sonderzubehör ausgestattet: "WC-Benutzung: 50 Cent" Dies holt nochmals ordentlich Leistung aus seinem Roller und spült zusätzlich liquide Mittel in die Rollerkasse.

Fröhliche Gesichter nach dem Essen, ob der Schilderdieb unter ihnen ist?

Das letzte Stück Autobahn ging zügig voran, kein Stau, das gefiel. Viel fantastischer war der atemberaubende Blick auf den Harz, der sich allmählich vor uns aufbaute. Und da rauschen wir jetzt bergab genau drauf zu.

Bei der Autobahnauffahrt verabschiedete sich einer von Jens Handschuhen, der in kreisenden Bewegungen auf die Überholspur flog und von einem Audi überrollt wurde. Der Handschuh war sofort tot. Den Anderen konnte Jens vor seinem Bauch grade noch auffangen. Tja, das kann passieren, wenn man die Handschuhe lose unter die Scheibe stopft.

Georg währe nicht Georg, wenn es kein Eis unterwegs gäbe. Und da es eben Georg war, der die Tour führte, brauchte sich keiner um das Eis Gedanken zu machen, denn das gab es grade noch rechtzeitig in Langelsheim.

Ankunft in Wildemann gegen halb 5, vorbei an der Pension Brückner, in der sich Heinz, Dieter und Sönke einquartiert haben, dann 300m weiter zum Hotel Sonneck, in dem Georg, Dirk, Lars, Jens und Wolfgang die Nacht verbrachten.

Im Sonneck waren die Zimmer laut Zeugenaussagen sehr geräumig und schön eingerichtet. Einzig das Warmwasser ließ einen Moment auf sich warten. Inhaber des Sonneck waren Sacha und seine Lebensgefährtin Elle.

Die Pension Brückner, geführt von der netten Frau Brückner, begeisterte die Naturfreaks Sönke und Dieter mit der entspannenden Wassertretstelle. Es gab zudem eine kleine Gemeinschaftsküche, Aufenthaltsraum, und einen Getränkekühlschrank mit Cola, O-Saft, Bier und Zündkerzen.

Die Wassertretstelle, für Dieter genau das richtige nach einer Rollerfahrt

Warten auf das Abendessen beim Alster und Schnack mit Sascha

Das Abendessen gab es für alle im Sonneck, ein deftiger Schweinebraten mit Pfeffriger Sauce, Spätzle und Rotkohl, das schmeckte allen. Man merkte es daran, dass plötzlich alle Gespräche eingestellt wurden. Dazu noch ein kühles Alster, Weizen oder auch einen Wein und der Abend war perfekt.

Verdauungsspaziergang durch den Kurpark Wildemann

Tag 2

Georg sagte: "SilverWing Regeln: 7h aufstehen, 8h frühstücken, 9h losfahren." So ähnlich war es bei uns, wir fuhren aber 9:30h los. Das Frühstück war reichlich: Brötchen, Müsli, Obstsalat, selbstgemachte Marmelade im Hause Brückner.

Um 9:30h war die Rollergang dann bereit für den Trip durch den Harz. Der Schreiberling hatte (mit Absicht) kein Navi mit, so dass er nur sagen kann: Es ging kreuz und quer durch den Harz und im Osten sind die Straßen besser.

Erster Stop: St. Andreasberg

Dazu: Kaffee, Tee und Cola

Gegen 11h kamen wir an der Tropfsteinhöhle in Rübeland an. Diese ist natürlich entstanden und war mit gefühlten acht Grad sehr angenehm, ganz im Gegensatz zu den hohen Außentemperaturen von ca. 27 Grad.

Wolfgang war in den frühen 50ern als Jüngling schon mal dort. Dass die Stalagtiten und Stalagmiten in all den Jahren um ca. 28mm gewachsen sind, ist ihm natürlich sofort aufgefallen!

Es ist "aus Sicherheitsgründen" verboten, in der Höhle zu fotografieren. Aber es gibt im Rollerclub 2000 auch echte Verbrecher, wie dieses Foto zeigt:

Im Inneren der Tropfsteinhöhle

Draußen warteten Heinz und Sascha auf den Rest der Gang, es gab nach der Führung einen kleinen Imbiss zum Mittag.

Die Rollergang beim Imbiss

Unterwegs war die Strecke durch die Feuerwehr gesperrt. Gut: Der kompetente Sascha kannte gleich die Alternativroute und weiter ging's. Die gesamte Tour machte er souverän aus dem Kopf, so stellt man sich das vor.

Zwischenstopp bei der Schmalspurbahn in Drei Annen Hohne.

Die Brockenbahn fährt von Wernigerode über Drei Annen Hohne und Schierke auf den Brocken. Eine andere fährt jeweils in die Gegenrichtung.

Die letzte Station war das Torfhaus mit Blick auf einen ganz ganz hohen Berg. Danach ging's zurück ins Hotel

Während der Tour sind wir mächtig herumgekommen: Wir sind u.a. durch Braunlage gefahren, haben die Okertalsperre gesehen, waren in Clausthal-Zellerfeld und sahen das Schloss Wernigerode (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge).

Was nicht so doll war: Wir haben uns auf ein schönes Grillbuffet gefreut, das aber abgesagt wurde wegen wahrscheinlichem Schlechtwetter. Die Alternative war dann eine Pizza, groß mit dickem Rand und würzigem Teig, die jedoch mit einer Stunde Verzögerung auf den Tisch kam.

Jens sponserte eine Runde Harzer Grubenlicht, den örtlichen Kräuterschnaps. Danke Jens.

Der arme Jens musste für den Tag nach Thüringen runter, wegen eines Geschäftstermines. Aber das zeigt, dass sich im Rollerclub nicht nur fiese Gangster tummeln, die durch Hecken springen und verbotene Bilder machen, sondern auch hart arbeitende, ehrliche Geschäftsleute!

Sonst gab es Alster, Bier und Alkoholfreies Weizen, wie gestern.

Schreiberling, Bänke Dieter und Roller Heinzi sind dann rüber in die Pension, letztes Radler gezischt und dann ab ins Bett. Ein entspanntes Einschlafen mit dem rauschenden Bachfluss gleich vor dem Fenster.

Tag 3

Abfahrt um 9:30, vorab Gruppenfoto und Eintragung in das Gästebuch bei Sascha und Elle.

Gruppenfoto

In Bad Grund haben wir angehalten, um die Uhren in dem dortigen Uhrenmuseum anzuschauen. Der laufende Witz war hier: "Wer nicht richtig tickt, kommt hier nicht rein!"

Armbanduhren, Pendeluhren, Kuckucksuhren, Turmuhren… und alle gingen sie falsch…

Dann einen Ort weiter auftanken. Da war besonders Roller Heinzi froh drüber, denn er hatte kaum noch Sprit drin und sicherlich schon den Roller im Geiste geschoben. Abfahrt von der Tanke: Dirk wirft während der Fahrt erstmal lässig seine Zigarette weg und Wolfgang kämpft mit seinem Handschuhfach. Man bekommt schon so einige lustige Dinge mit, wenn man hinten fährt 

Zum Mittagessen waren wir in Harsum bei Hildesheim. Die Jungs wollten aber nur eine Kleinigkeit, so gab es Currywurst Pommes für die ganze Bande im schönen schattigen Biergarten.

Warten auf das Essen im Biergarten

Und dann kam die Überraschung: Wer soll denn den Tourbericht schreiben? Keiner meldete sich freiwillig. Und dann wurde einfach mit dem Finger auf den Schwächsten und Wehrlosesten gezeigt: Es waren sich alle einig, dass Sönke das ungefragt machen soll. Na toll… Aber nun bin ich ja fast fertig damit 

Den weiteren Rückweg gestaltete Georg über die B3, Celle, Soltau. Dort sind wir auf die A7 nach Bispingen, wo es das wichtige Eis gab.

Vor der Auffahrt auf die A7 verabschiedete sich der Erste: Bänke Dieter muss los, denn er ist schließlich Geschäftsmann! Später kommt noch ein Kunde, der eine Bank kaufen möchte. Auf der A7 zog Dirk mit seinem Sportroller allen davon, dieser hatte einen Familientermin

Nach den Himbeer- und Heidelbeerbechern in Bispingen musste Jens ebenfalls los: Geschäftstermin. Wir fuhren dann weiter nach Tostedt, wo Lars die Biege machte. Weiter durch Hollenstedt, endete der Trip gegen 5 in Apensen.

Unser Georg hat wieder mal eine hervorragende Tour gemacht, der Mann weiß wie das geht! Es bedanken sich alle Beifahrer bei dir:

Danke Georg! Und wohin geht's nächstes Mal?

Dazu war jeden Tag bestes Wetter, und alle fragen sich: "Wie macht Georg das?"

Sönke